Sonntag, 30. März 2014

Testrezept: Knusprige Lauchtörtchen mal anders ;)

*om nom nom* Es wird Zeit für das Märzrezept von "Donnerstag ist Veggietag". Knusprige Lauchtörtchen. Ich bin kein sonderlicher Lauchfreund, aber ich esse ihn, wenn's ihn gibt, denn er ist randvoll mit wichtigen Nährstoffen und will uns nur Gutes. Daher hatte ich dieses Rezept auch für meinen Geburtstag geplant, damit ich gleich eine größere Menge machen kann, denn Lauch gibt es ja oftmals nur in so riesigen Abmessungen zu kaufen. Nun habe ich meine Gäste gefragt, ob Lauch okay ist... naja, die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Also habe ich mir überlegt, was denn allen schmecken könnte, aber trotzdem mit dem Gericht selbst vereinbar ist. Die Lösung: Champignons. Ich liebe Champignons. Meine Gäste lieben Champignons. Alle lieben Champignons. Und Champignons passen sich auch hervorragend an alle möglichen Gerichte an. Perfekt. 

KNUSPRIGE LAUCHTÖRTCHEN MAL ANDERS (nämlich mit Champignons und ohne Lauch)

Dauer: 30 Minuten Zubereitungszeit & 30 Minuten Backzeit

Zutaten für 1 Blech (oder 4 Törtchen):

Für den Teig:
Salz
4 EL Öl (Rapsöl)
150 g Mehl (Dinkelvollkornmehl)
evtl. noch Mehl zum Bearbeiten (ich hab keines gebraucht)

Für die Füllung:
600 g Lauch (oder Champignons)
Öl (Rapsöl)
1 TL Kräuter der Provence (oder Thymian)
100 ml Sojarahm (z. B. Créme fit von Berief, gibt's im ...tegut; Preis weiß ich nicht mehr genau, aber erschwinglich; Sojasahne geht auch, aber Rahm ist eben einen Tacken fester, zur Not tut's auch Sojajoghurt natur)
Zesten von 1 unbehandelten Zitrone
2 EL veganen Frischkäse (kann man auch durch Sojarahm, Sojasahne oder Sojajoghurt ersetzen; Seidentofu könnte auch gehen)
Muskat
Pfeffer
Salz

Für die Kruste:
5 Basilikumblätter (oder Thymian, gerupft von 5 Thymianzweigen)
10 entsteinte grüne Oliven
50 g Semmelbrösel (oder gemahlene Mandeln)
15 Kapern
20 g Pinienkerne
Pfeffer

Beilagen: Das Buch empfiehlt Blumenkohl oder Knollensellerie oder einen Chicoréesalat mit Apfel, oder auch Reis. Wir haben zu diesem lecker mediterranen Gericht einen selbstgemachten Nudelsalat mit veganem Pesto Rosso, Knoblauchöl, Cherrytomaten und Basilikum genossen. Hat sehr gut dazugepasst.

Zubereitung:
  1. Aus den Zutaten für den Teig und 4 EL Wasser einen geschmeidigen Teig kneten. Nehmt die Hände dazu. Könnt ja Latexhandschuhe anziehen. Man hat einfach ein besseres Gefühl für den Teig. Diesen Teig könnt ihr entweder wie ich auf ein mit Backpapier belegtes Blech auswalzen (wird wie Flammkuchenteig, ganz dünn und flach) oder ihr teilt den Teig in 4 gleich große Teile auf und legt damit kleine Tortenförmchen aus (Durchmesser 10 cm). Muffinbleche sollten auch funktionieren oder Souffléformen. Dann müsst ihr entsprechend weniger Teig verwenden, bekommt aber dafür mehr Törtchen raus.
  2. Lauch oder Champignons putzen und in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne in etwas Öl gut anbraten. 
  3. Kurz bevor die Lauchringe ganz weich sind (oder die Champignons), könnt ihr den Sojarahm hinzugießen.
  4. Aufkochen lassen, ein paar Minuten köcheln lassen. Immer mal umrühren. 
  5. Die Pfanne vom Herd nehmen und dann Thymian, Zesten, Muskat, Pfeffer und Salz dazugeben und abschmecken. Den Vrischkäse einrühren. Alles gut vermischen.
  6. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  7. Eigentlich soll man es jetzt schon in die Förmchen füllen. Könnt ihr gerne machen. Mir war das ganze aber etwas zu flüssig und da ich keine Törtchen, sondern eine Art Flammkuchen daraus machen wollte, war mir das Überschwemmungsrisiko zu groß. Ich habe die Kruste nicht als Kruste verwendet, sondern in die Füllung eingerührt, um sie zu binden. Also: Ihr könnt die Füllung so, wie sie jetzt ist, in die Törtchen füllen und die Kruste dann drüberstreuen. Oder ihr rührt den ganzen Kram zusammen und bekommt so eine pastenartige Füllung.
  8. Für die Kruste alle oben gelisteten Zutaten zerkleinern und vermischen. Das funktioniert am besten, wenn ihr alles in den Multizerkleinerer gebt. Dann entweder in die Füllung einrühren und dann auf dem Teig verteilen. Oder erst die Füllung in die Teigtörtchen geben und die Kruste drüberstreuen.
  9. 30 Minuten im Ofen backen lassen.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Leider steht nirgendwo, wie flüssig die Füllung denn nun sein muss. Mir war sie zu flüssig, daher habe ich sie mit der Kruste vermischt. Das war nicht schlimm. Das Gericht ist, wie anscheinend alles aus diesem Buch, gelingsicher. Der dünn ausgerollte Teig wird auch kein bisschen hart. Er war auf dem Teller sehr locker und aromatisch. Wie Flammkuchenteig. Auch schön, dass das Rezept so robust gegen Abwandelungen ist :)
Wie sieht's aus? Ein bisschen wie Pizza. Die Füllung wäre ohne das Vermischen mit der Kruste garantiert zerlaufen. Aber so blieb alles an seinem Platz.
Schmeckt's? Soooo lecker. Ich könnt's jeden Tag essen. Champignons passen super dazu. Und so herrlich aromatisch mediterran. Sehr zu empfehlen. Ich bin süchtig. Hat auch meinen Gästen extrem gut geschmeckt. Und ein Bonus: Es macht sehr satt. Ein bis zwei Törtchen pro Person reichen locker. Ein Blech reicht so für 3 bis 4 Personen, wenn  man noch ne Beilage hat.
Würde ich es wieder tun? Auf jeden Fall. *Om nom nom*

Und wieder kein schönes, tolles Bild, weil Stress und so und dann habe ich fast vergessen Fotos zu machen. Dies hier ist also das letzte Stück, das ich hektisch zwischen den Gängen geknipst habe. Deswegen sieht der Teller auch schon ein bisschen mitgenommen aus ;)

Champignonfladen ;) mit ein bisschen Nudelsalat im Hintergrund.

Testrezept: Brownies

So, meine Freunde,

ich hatte also mal wieder Geburtstag und bin dadurch endlich zum Backen und Kochen gekommen, nachdem ich in den letzten Wochen nur wenig Zeit, Lust und Anlass dazu hatte. Aber ich gelobe Besserung. Auch wenn es manchmal ein bisschen ruhig wird auf dem Blog hier, könnt ihr euch darauf verlassen, dass ich bald wieder irgendetwas poste. Ich bin nicht der regelmäßige Poster. Das wisst ihr. Ich bewundere die Blogger, die echt jeden Tag oder jeden zweiten ihre Artikel veröffentlichen, aber bei mir klappt das eben nur, wenn ich was zu berichten habe. Und dafür brauche ich Zeit. Die ich nicht immer habe. Also haue ich mein Material raus, wenn ich da ist. Aber ihr kennt das ja bereits. Also verzagt nicht. Ich melde mich immer mal. Nur eben nicht so extrem regelmäßig :)
So, nachdem ich das nun hier sehr umständlich erklärt habe, kommen wir zum eigentlichen Inhalt dieses Posts. Ich hatte Geburtstag und dazu eine Feier. Da gab es Kaffee & Kuchen und abends was Selbstgekochtes. Doch zu weit will ich nicht vorausgreifen. Bleiben wir beim Kuchen. Es waren die Brownies aus dem "Vegan backen". Ich liebe ja Brownies und je nach Rezept werden sie auch echt immer ein klein wenig anders. Mal eher Schokokuchen, mal eben richtig klebrige Brownies. Brownies sind, soweit ich weiß, durch einen Backunfall entstanden. Jemand hatte das Backpulver vergessen ("Vegan backen" meint zwar, es sei die Hefe gewesen, aber nein, ich habe recherchiert, es war das Backpulver; aber ist eh nur eine urban myth). Also sind Schokokuchen ohne Backpulver oder anderes Triebmittel eben Brownies ;) Nicht jedes Rezept hält sich daran - dieses hier enthält Backpulver - aber ich finde das nicht tragisch. Ich habe Brownies mit und ohne Backtriebmittel gebacken und persönlich nicht viel Unterschied feststellen können. Wenn ihr euch also sicherer fühlt, kann ein TL Backpulver nicht schaden. Weglassen sollte genauso wenig schaden.

BROWNIES

Dauer: 15 Minuten Zubereitungszeit & 50 Minuten Backzeit

Zutaten für 6 riesige Stücke (ich habe 15 normalgroße Stücke herausbekommen; die Teigmenge reicht für ein kleines Kuchenblech (20 x 40 cm)):
300 g Mehl (Dinkelvollkornmehl)
350 g Rohrohrzucker (Ganz ehrlich? Viel zu viel. Ich habe es auf 200 g reduziert und die Brownies waren süß genug)
1 TL Salz
30 g Backkakao
1 TL Backpulver
200 g Schokolade (Zartbitter)
200 g Pflanzenmargarine (Sana)
1 TL Vanillearoma
50 g Haselnüsse (ganze; gern auch mehr; bei mir war's die dreifache Menge - woah, ich liebe Nüsse!; ihr könnt sie auch etwas zerkleinern, aber volle Nuss ist eben aromatischer) 

Zubereitung:
  1. In einem kleinen Topf die kleingebröckelte Schokolade mit der Margarine bei mittlerer bis geringer Hitze schmelzen. Immer mal umrühren. Nicht aufkochen, nur schmelzen.
  2. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen.
  3. Dazu die Vanille, die geschmolzene Schokolade und ca. 250 ml Wasser geben und verrühren. Die Wassermenge nach Gefühl variieren, je nachdem wie geschmeidig ihr euren Teig haben wollt. Ich habe nur etwa 210 ml zugegeben und der Kuchen wurde super, aber im Nachhinein hätte ich lieber doch alles hinzugegeben, weil die Brownies dann vielleicht klebriger geworden wäre. Aber ihr kennt mich :/ Lieber zu wenig als zu viel.
  4. Nüsse hinzu.
  5. Ofen auf 150°C (Umluft) vorheizen.
  6. Ein Blech (20 x 40 cm) oder eine Auflaufform mit ähnlichen Maßen mit Backpapier auslegen oder einfetten und bemehlen. Den Teig einfüllen und glattstreichen.
  7. 50 Minuten backen lassen.
  8. Stäbchenprobe. Nach dem Herausnehmen noch ein paar Minuten im Blech auskühlen lassen.
  9. Kann gerne mit Schlag- oder Sprühsahne serviert werden (z. B. die vegane Sprühsahne von LeHa Schlagfix).

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr zufrieden. Geht schnell. Die Anweisungen sind mehr als eindeutig. Das Ergebnis ein super leckerer, schokoladiger Kuchen ;) Vor der langen Backzeit braucht man keine Angst zu haben, denn der Kuchen wird nicht allzu trocken. Wenn ihr ihn noch klebriger haben wollt, verrührt den Teig eingangs mit etwas mehr Wasser, nehmt in früher aus dem Rohr oder bewahrt die Stücken im Nachhinein in einer Blech- oder Tupperdose auf. Bei mir werden die dann immer noch etwas feuchter.
Wie sieht's aus? Dunkler Schokokuchen mit Nüssen. Für Brownies ein bisschen zu sehr aufgegangen. Backpulver...
Schmeckt's? Sehr lecker, sehr schokoladig, sehr nussig. Sprühsahne passt gut dazu :)
Würde ich es wieder tun? Das ist kein schlechtes Rezept. Ich würde es noch ein bisschen variieren, damit es wirklich klebrige Brownies werden. Oder mir ein anderes Brownie-Rezept suchen.

Sorry für das nicht wirklich optimale Bild, aber ich war gestern sehr im Stress und habe nur schnell zwischen den Gästen und Gängen ein Bild geknipst, eben damit ich eines hatte. Man kann sich auch so vorstellen, wie die Brownies aussehen :) Ne leckere Schokosauce hätte übrigens auch dazu gepasst. Death by chocolate ;)

Brownie voraus!

Donnerstag, 6. März 2014

Produkttest: Jeezini Santi, Tofurky Deli Slices oven roasted, Lupinenfilet & Soyananda natur

Hallo ihr Lieben,

Herr mizu war beruflich in Berlin und stolperte über die Einkaufspassage des Veganz, die neben seinem Hotel lag. Genauer gesagt,dort:

10243 Berlin Friedrichshain
Warschauer Straße 33

Natürlich durfte er dort für mich einkaufen und hat einen ganzen Schwung Lebensmittel mitgebracht, die ich so noch nie probiert habe. Und selbstverständlich lasse ich euch mit diesem Produkttest daran teilhaben. Herr mizus Hotel war wohl übrigens auch ganz toll. Ich lasse mal ein paar überzeugende Argumente fallen: Recycling-Hotel, tausende Bücher im Foyer, selbstgemachtes Kokoswasser, veganer Kuchen zum Frühstück, überhaupt eine vegane Frühstücksstrecke (liegt wahrscheinlich an der Nähe zum Veganz). Im Juni werde ich selbst dort sein und mich vor Ort von der Qualität dieser Einrichtung überzeugen, alles probieren und auch ordentlich Fotos schießen. Wer es bis dahin nicht aushält: Hier ist die Adresse:

10243 Berlin Friedrichshain
Warschauer Straße 39/40
 ... mit der Website muss man ein wenig Geduld haben...


Jeezini Santi

"Vegane Käsealternative". Wollte ich mal ausprobieren, da ich sonst nur die Wilmersburger Scheiben kenne. 200 g haben 3,79 € gekostet. Kein Schnäppchen, aber man bekommt für den gleichen Preis 50 g mehr als bei Wilmersburger.

Umsetzung und Geschmack: Sehr gefreut hat mich, dass es halbe Scheiben sind. Große Scheiben kann man auch zerteilen, ich weiß. Aber so hat man weniger Arbeit. Ich habe den Käse so gegessen, wie ich ihn am liebsten mag. Einfach so aufs Brot. Ohne Margarine, ja, ich mag das so :) Wieso habe ich nicht eine der zig fancy Geschmackssorten genommen, sondern den ganz einfachen "Santi", werdet ihr mich fragen? Weil ich so den Geschmack am besten mit Wilmersburger vergleichen kann. Positiv ist, dass Jeezini weniger salzig ist als Wilmersburger, aber auch so recht unbeeindruckend schmeckt. Später habe ich den Jeezini dann mal auf einem Brot eine Weile in der Mikrowelle erhitzt, um die Schmelzeigenschaft zu überprüfen. Schmilzt nach ein paar Sekunden schon sehr schön. Sieht auch überzeugend wie geschmolzener "Milchkäse" aus und schmeckt geschmolzen deutlich besser als fest. Und auch besser als die Wilmersburger Scheiben.
Fazit: Wilmersburger schmeckt mir persönlich besser auf's Brot, aber Jeezini ist mal eine nette Abwechslung. Ich werde den "Santi" eher nicht nochmal kaufen, aber mal eine der anderen Geschmacksrichtungen ausprobieren. Preis-Leistungs-mäßig kann sich Wilmersburger auf jeden Fall eine Scheibe abschneiden. Schulnote 2.


Tofurky Deli Slices oven roasted

Weiter geht es mit dem "Truthahn"-Aufschnitt aus den USA. Wollte ich schon immer mal essen. Ich habe mich für "oven roasted" entschieden, weil das relativ plain ist (also ohne Pfefferkörner und so einen Schmarrn), aber trotzdem leckeren, rauchigen Geschmack verspricht. Knapp 160 g (15 hauchdünne Scheiben) haben mich 3,99 € gekostet *schluck*. Man gönnt sich ja sonst nix.

Umsetzung und Geschmack: Der Tofurky ist auch gleich so aufs Brot gewandert. Die Scheiben sind sehr dünn, aber das ist auch okay so. Man schmeckt gut was. Das liegt an der phänomenalen Konsistenz. Die Amerikaner haben's einfach raus. Die Scheiben basieren auf Gluten, und kommen so nah an Truthahn-Aufschnitt ran wie sonst nur Truthahn-Aufschnitt. Wahnsinnig authentisch und seeeeeeehr lecker. Schmeckt nach Geflügel, nach Rauch, nach Wurst. Wer also nicht so auf das echte Aufschnitt-Erlebnis steht, sollte Tofurky besser sein lassen.

Fazit: Das Produkt hat sich seinen Preis absolut verdient. Leider ist die Wurst recht zäh verpackt und ich musste nach dem Aufmachen einen anderen Aufbewahrungsbehälter für die restlichen Scheiben verwenden. Macht aber nix. Sehr köstlich, sehr ergiebig und ich bin nun offiziell süchtig. Wird wieder gekauft. Schulnote 1.

Jeezini und Tofurky durften sich den Fotoplatz teilen, daher hier erst die Bilder:

Hier die Verpackungen. Schon ein bisschen ramponiert, weil ich sie da schon geöffnet hatte und mir dann aber eingefallen ist, dass ich ja mal Bilder machen könnte...

Ohne Umverpackung.

Und auf Brot. Ein leckeres Frühstück.










Tofurky-Zutatenliste auf Englisch. Sinngemäßes Deutsch: Wasser, Weizeneiweiß, Bio-Tofu (Wasser, Bio-Sojabohnen, Magnesiumchlorid, Calciumchlorid), Shoyu Sojasauce (Wasser, Sojabohnen ohne Gentechnik, Weizen, Salz, Kulturen), gepresstes Leinöl ohne Gentechnik, natürliche vegetarische Aromen, Maisstärke ohne Gentechnik, Weiße-Bohnen-Mehl, Garbanzo-Bohnen-Mehl, Zitronensaft aus Konzentrat, Zwiebel, Sellerie, Calciumlaktat aus Rüben, Meersalz. Enthält: Weizen und Soja.

Jeezini-Zutatenliste. Hier auch auf Deutsch.


Lupinenfilet (von alberts)

Lupine ist ja jetzt in aller Munde. Ich hatte vor einer Weile mal Gyros aus Lupinenmehl gegessen und das hat mir sehr gut geschmeckt. Da dachte ich mir, dass man da auch mal so ein Filet testen könnte. 200 g (zwei große Filets) haben 3,99 € gekostet.

Umsetzung und Geschmack: Ich habe die Filets nach Packungsanweisung einfach mit etwas Öl in der Pfanne gebraten. Dazu gab's Couscous. Wie auf der Umverpackung sahen die Filets nicht aus. Haben eher an große, trockene Fischstäbchen erinnert. Nicht so schick. Ähnlich war der Geschmack. Trocken, salzig und undefinierbar zusammengemanscht. Nichts, was ich wieder essen möchte. Ich weiß nicht, ob's an der Lupine oder den sonstigen Zutaten lag, aber mein Fall war es nicht. 

Fazit: Kein empfehlenswertes Produkt. Ich werde es mir nicht noch einmal antun. Schulnote 5.

Die Umverpackung.

Zutatenliste mal in lang und dünn.

Ohne Umverpackung.


Mein Mittagessen.



Soyananda Frischkäse natur

"Fermentierte BioSoya-Alternative zu Rahmfrischkäse". Als ich hörte, dass es jetzt auch pflanzlichen Frischkäse gibt, wollte ich ihn unbedingt probieren. Auch im Hinblick darauf, ihn vielleicht für Torten zu verwenden. Den Soyananda gibt es in natur (so wie ich ihn habe), aber auch mit Kräutern und Knoblauch und auch in einer Paprika-Variante. Ich mag's lieber natürlich. Und für's Backen kommen Knoblauch und Kräuter nicht so gut. 3,49 € für einen 140 g-Becher ist schon teuer. Aber das Becherchen ist ziemlich ergiebig.

Umsetzung und Geschmack: Leider, leider wird im Soyananda Leinöl verwendet. Leinöl und ich haben eine gemeinsame Geschichte. Um meine Omega-Fettsäuren-Werte ein wenig aufzupolieren, besorgte ich mir anno dazumal ein Fläschchen Leinöl mit der Absicht, dieses teelöffelweise in mein Müsli zu rühren, um mein Frühstück nährstoffmäßig aufzuwerten. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht: Leinöl schmeckt nach Fisch. Ich hab's nicht runterbekommen und ekle mich heute noch davor. Die Alternative heißt für mich seitdem Hanföl und ist wahnsinnig lecker. Nun saß ich also da, und biss in mein lecker mit Soyananda bestrichenes Brot und hoffte auf frischsten Frischkäsegeschmack und bekam Kaviar. Ohne Witz. Durch den fischigen Unterton des Leinöls schmeckt der Frischkäse 1:1 nach Kaviar. Das war so ganz lecker, aber leider ist damit die Tortenoption gestorben. Sonst aber ein leckerer Brotaufstrich, da das Leinöl nicht so penetrant vorschmeckt, sondern eben nur eine fischige Note gibt. Nicht wie damals in meinem Müsli *üargs*.

Fazit: Gutes Produkt. Ich bin von der Konsistenz und Streichfähigkeit absolut hingerissen. Der Preis ist verdient. Geschmacklich lecker, aber eher für herzhafte Gerichte oder Brote. Marmelade hätte ich mir jetzt nicht draufgestrichen. Kaufen würde ich es mir trotzdem wieder. Schulnote 1 minus.

Natur-Frischkäse mit Omega 3.

Zutatenliste.
Schon was rausgenascht. Tolle Konsistenz. Es hat sich auch nach Tagen im Kühlschrank keine Flüssigkeit abgesetzt.

Unten ein Brot mit Soyananda und oben ein Brot mit geschmolzenem Jeezini Santi.

Dienstag, 4. März 2014

Testrezept: Mandel-Beeren-Joghurt-Muffins

Hallo, ihr Lieben!

Am Wochenende wurde natürlich wieder gebacken und das Ergebnis möchte ich euch wie immer nicht vorenthalten. Dieses Mal wieder aus "Das Neue Muffin-Kochbuch". Diese Muffins sind sehr fruchtig und lecker. Passen gut auf eine frühlingshafte Kaffeetafel. Und Kinder mögen sie auch.

MANDEL-BEEREN-JOGHURT-MUFFINS

Dauer: 15 Minuten Zubereitungszeit & 20 Minuten Backzeit

Zutaten für 12 große oder 15 mittelgroße Muffins:
300 g Beeren (ich hatte 100 g Himbeeren und 200 g Heidelbeeren aus dem Glas; mindestens eine Stunde abtropfen lassen und den Saft auffangen)
185 g Mehl (Dinkelvollkornmehl)
3 TL Backpulver
115 g gemahlene Mandeln
185 g Rohrohrzucker (ich habe nur 130 g genommen, da ich Beeren aus dem Glas verwendete)
Ersatz für 2 Eier (z. B. 2 EL No Egg vermischt mit 4 EL Beerensaft oder 100 g Apfelmus)
125 g Margarine (Sana), zerlassen und abgekühlt
250 g Joghurt (Alpro natur)
2 EL Mandelblättchen (habe ich beim Einkauf vergessen, ist auch nicht schlimm, wenn man's weglässt)

Zubereitung:
  1. Eine 12er Muffinform mit Förmchen auslegen oder einfetten. Wer kleinere Muffins machen möchte, kann auch den Teig in Förmchen füllen und einfach so zum Blech in den Ofen stellen. Das ist kein Problem, nur werden diese Muffins etwas flacher und breiter, weil Papierförmchen meistens nicht so stabil sind (siehe Bilder).
  2. Mehl, Backpulver, gemahlene Mandeln und Zucker in einer Schüssel verrühren und eine Vertiefung in die Mitte drücken.
  3. Eiersatz, Margarine und Joghurt verquirlen und in die Vertiefung gießen.
  4. Alles zu einem leicht klumpigen Teig vermischen. Vorsichtig die abgetropften Beeren unterrühren. Ihr müsst sie nicht in Mehl wälzen, da sie in diesem Teig nicht auf den Boden sinken werden. Keine Angst :)
  5. Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Teig in die Förmchen füllen und mit den Mandelblättchen bestreuen.
  6. Ca. 20 Minuten backen lassen. Einige Minuten in der Form ruhen und dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr zufrieden. Ein einfaches Muffinrezept, dass schnell geht und gute Resultate bringt.
Wie sieht's aus? Lecker. Die Beeren könnten aber für Rosinen oder Schokostückchen gehalten werden.
Schmeckt's? Sehr köstlich und fruchtig. Nicht zu fest, zu trocken oder zu feucht. Sehr leckere Muffins. Kindern schmecken sie auch.
Würde ich es wieder machen? Absolut. Eins mit Sternchen von mir.

Nahaufnahme :)

Da seht ihr sie. Der Muffin, der etwas aus dem Rahmen fällt (oberste Reihe, zweiter von links) ist nicht im Muffinblech gebacken worden, sondern da habe ich das mit Teig gefüllte Förmchen einfach so in den Ofen gestellt. Ist eben etwas breiter geworden. Hat aber trotzdem geschmeckt.

Montag, 3. März 2014

Testrezept: Tofu mit Pilzen und Kohl

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es das Februarrezept aus dem "Donnerstag ist Veggietag"-Kochbuch. Nun ist es jetzt nicht mehr Februar, sondern März, aber das Rezept lässt sich ganz leicht verändern. So habe ich es auch abgewandelt, denn eigentlich heißt es "Tofu mit Austernseitlingen und Chicorée". Aber da ich keine Austernseitlinge mag, gab es stattdessen Champignons. Und da Herr mizu keinen Chicorée essen mag, habe ich den einfach durch Chinakohl ersetzt. Das hat alles sehr gut gepasst. Und da ich keinen Koriander mag, mir aber nicht sicher war, welche Kräuter zu einem so asiatisch angehauchten Gericht passen, habe ich das weggelassen. Vermisst habe ich ihn auch nicht wirklich. Habt ihr da vielleicht für die Zukunft einen Tipp für mich, womit ich Koriander ersetzen könnte?

TOFU MIT PILZEN UND KOHL

Dauer: 15 Minuten Schnippeln & 30 Minuten Zubereitungszeit

Zutaten für 6 Personen:
500 g Tofu
500 g Pilze (z. B. Austernseitlinge, Mischpilze, Champignons)
5 Chicorée (oder 1 Chinakohl)
2 Knoblauchzehen
40 g frischer Ingwer
1/2 Chilischote (oder etwas Chiligewürz)
1 EL Öl (z. B. Sesamöl, Woköl, Rapsöl; können auch 2 EL sein)
3 EL Sojasauce
3 EL süßsaure Sauce oder Sweet Chili Sauce
1 Bund Koriander (oder auch nicht ;)

Beilagen:
Das Buch schlug vor, einfach Basmatireis dazu zu machen, und/oder einen Chinakohlsalat mit Mango. Da ich schon Chinakohl im Essen hatte, habe ich mich für den Reis entschieden.

Zubereitung:
  1. Bevor es losgeht: Die Menge ist echt gewaltig. Ich habe keinen Großküchenwok, sondern einen handelsüblichen für den Hausgebrauch. Bei der Menge an Zutaten habe ich das ganze in zwei Fuhren zubereitet, weil es sonst beim besten Willen nicht alles auf einmal in den Wok gepasst hätte. Das hat dem Essen aber keinen Abbruch getan. Aufbewahren lässt sich die schon fertige Fuhre ohne Probleme auf einem kleinen Backblech. Dort habe ich das ganze dann mit dem Reis vermengt, weil ich vermengtes Essen sehr gerne mag. Das kann ja jeder halten, wie er will :)
  2. Jetzt geht's los: Gemüse waschen, putzen und dann geht's ans Schnippeln. Tofu in mundgerechte Würfel. Pilze in mundgerechte Stücke, z. B. Viertel. Chicorée (oder Chinakohl) verlesen, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und zusammen  mit dem Chili sehr klein würfeln.
  3. In einem extra Topf den Reis zum Kochen in Salzwasser aufsetzen. 
  4. Öl im Wok erhitzen und den Tofu bei starker Hitze goldgelb anbraten. 
  5. Hitze reduzieren und Chili, Knoblauch und Ingwer dazugeben und kurz anbraten. Dann mit der Sojasauce und der süßsauren Sauce ablöschen. Pilze und Kohl dazugeben und köcheln lassen, bis alle Flüssigkeit verdunstet ist (dauert ein bisschen).
  6. In der Zwischenzeit könnt ihr nach dem Reis schauen und den Koriander waschen und hacken. Den Koriander vor dem Servieren dazugeben; nicht mitkochen. Zusammen mit dem Reis servieren.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr gutes, einfaches und verständliches Rezept. Ich hatte keinerlei Probleme.
Wie sieht's aus? Vom Geruch und Aussehen her, dachte ich schon, ich hätte einen großen Fehler mit dem Ersetzen von Pilzen und Chicorée gemacht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass DAS schmecken soll. Naja.
Und???? Schmeckt's? Ja. Sogar sehr gut. Ich war extrem überrascht. Herr mizu fand das Aussehen übrigens nicht so schlimm wie ich. Und ihm hat's auch sehr gut geschmeckt. Ein wirklich feines, leicht säuerliches, leicht scharfes, aber trotzdem mildes (durch den Chinakohl) asiatisches Wokgericht. Basmatireis passt übrigens hervorragend dazu. Lässt sich auch relativ schnell und unkompliziert zubereiten.
Würde ich es wieder machen? Definitiv.

Keine Schönheit, aber die inneren Werte haben überzeugt. Gar köstlich!