Dienstag, 13. Mai 2014

Testrezept: Überbackene Cannelloni mit Champignons, Oliven und Lauch

Es war ja April und zum April gehört natürlich auch das April-Rezept aus "Donnerstag ist Veggietag". Und dieses Rezept hat fast alles, was ich mag. Champignons, Oliven und Nudelteig. Om nom nom. Wer keinen Lauch mag, kann ihn gerne durch Frühlingszwiebeln ersetzten. Und wenn ihr keine Cannelloni-Röllchen im Haus habt, funktioniert das Ganze auch wunderbar als Lasagne geschichtet. Köstlich. Ein Rezept, das auch Anfängern gelingt.

ÜBERBACKENE CANNELLONI MIT CHAMPIGNONS, OLIVEN UND LAUCH

Dauer: 30 min. Zubereitungszeit & 30 Minuten Backzeit

Zutaten für 4 Personen (oder eine große Auflaufform).

Das Rezept besteht einmal aus den Cannelloni mit Füllung und der Lauchsauce mit Kruste. Da es sich sehr gut nacheinander zubereiten lässt, habe ich die Schritte entsprechend aufgeteilt

Ihr braucht für die Cannelloni & die Füllung:
  • 650 g Champignons
  • 150 g entsteinte Oliven
  • 300 g Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 EL Öl
  • 2 TL Sojasauce
  • 5 TL Grieß
  • Pfeffer, Salz
  • 16 Cannelloni-Röhren (oder 12 - 16 Lasagneplatten)
Die Pilze in feine Scheiben schneiden, die Oliven in Ringe, Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne mit 1 EL Öl glasig dünsten. Oliven und Pilze dazu und abgedeckt garen lassen. Sojasauce und Gewürze dazu und mit dem Grieß andicken. Die Cannelloni mit der Masse füllen und in eine (gefettete) Ofenform legen. Oder Lasagneplatten und Füllung abwechselnd in eine (gefettete) Ofenform schichten. Mit der Füllung ganz unten beginnen und ganz oben mit Lasagneplatten abschließen.

Ihr braucht für die Lauchsauce & die Kruste:
  • 1 große Lauchstange (oder 1 Bund Frühlingszwiebeln)
  • 100 g Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, Salz
  • 1 EL Öl
  • 400 ml Sojarahm (kann auch zur Hälfte mit Sojamilch ersetzt werden, spart etwas Kalorien)
  • 1 EL Zitronensaft
  • 75 g Hefeschmelz (oder veganen Parmesan), die Hälfte tut's auch, ich fand es ziemlich viel
Lauch in feine Ringe schneiden, Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln. Alles in 1 EL Öl bei schwacher Hitze anbraten. Mit Sojarahm und Zitronensaft ablöschen und mit Gewürzen abschmecken. 
Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
Die Cannelloni mit der Sauce übergießen und alles mit den Hefeflocken bestreuen. 30 Minuten im Ofen backen.
 
Beilage: Grüner Salat mit Radieschen (meint das Buch). Ich habe die Lasagne pur gegessen.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr zufrieden. Alles ging leicht und locker von der Hand. Keine Fragen blieben offen. Nur die Menge der Hefeflocken zum Ende hin fand ich ziemlich viel. Die Hälfte reicht aus, sonst ist das Ganze ein echtes Schneegestöber, da die Kruste nicht wirklich fest wird, sondern locker obenauf liegt.
Wie sieht's aus? Sehr leckere Lasagne. Sieht gut aus.
Schmeckt's? Ja, wirklich lecker. Ist zu empfehlen. Gerade die Oliven kommen sehr schön raus.
Würde ich es wieder machen? Definitiv. An diesem Gericht stimmt alles. Außerdem ist es relativ kalorienarm und macht gut satt.

Lasagne von der Seite. Das flockige oben sind die Hefeflocken. Das lila-farbene sind Zwiebeln. Ich bekomm direkt wieder Hunger, wenn ich das Bild sehe.


Produkttest: Daiya Cheddar Style Shreds, Tofutti Creamy Smooth & MozzaRisella

Hallo ihr Lieben,

ich habe mal wieder neue Produkte eingekauft, die ich noch nicht kannte, und wollte euch von ihnen berichten. Dieses Mal sind es ausschließlich Käse-Ersatzprodukte.

Daiya Cheddar Style Shreds

Vegane Pizzakäse-Alternative angelehnt an Cheddar. Knapp 230 g kosten bei alles-vegetarisch.de 6,99 €. Ziemlich teuer. Ich habe zwei Päckchen gekauft.  Die große Frage: Ist dieser Preis es wert?

Umsetzung und Geschmack: Riecht sehr nach Cheddar und schmeckt im Gegensatz zu den meisten anderen Pizzakäse-Alternativen tatsächlich nach Käse. Es soll laut Hersteller schmelzen und Fäden ziehen wie Kuhmilchkäse. Die erste Packung wanderte zur Hälfte auf Bruschetta (leider hab ich verplant Fotos zu machen). Fäden gezogen hat nix. Geschmolzen ist es wie der Wilmersburger Pizzaschmelz. Hat aber gut geschmeckt. Etwas würziger durch die Cheddar-Note. Dann wollte ich ein paar Tage später den Rest des Päckchens aufbrauchen, aber Schimmel machte mir einen Strich durch die Rechnung. Konnte ich also wegwerfen. Wilmersburger hält sich geöffnet deutlich länger. Deutlich länger. Ob das nun für Daiya oder Wilmersburger spricht (siehe Konservierungsstoffe), kann ich nicht beurteilen. Bei dem Preis habe ich mich aber geärgert, so viel wegwerfen zu müssen. Das zweite Päckchen wanderte dann auf eine Pizza. Dazu gibt es Vorher- und Nachherbilder. Geschmolzen ist es wieder wie der Wilmersburger. Fäden hat es nicht gezogen. Für mich auch kein Muss, aber ich hätte es interessant gefunden.

Die Packung von vorn.

Zutatenliste. Sinngemäß in Deutsch: gefiltertes Wasser, Tapiokastärke, gepresstes Lein- und/oder Distelöl (ohne Gentechnik), Kokosöl, Erbsenprotein, Salz, inaktive Hefe, vegane natürliche Aromen, pflanzliches Glycerin, Xanthan, Zitronensäure (Aroma), Annatto (E106b), Titandioxid (natürlich vorkommendes Mineral).

Auf der Pizza vor der Zubereitung. Falls ihr fragen wolltet: Das grüne sind Kapern.

Frisch aus dem Ofen.
Fazit: Für den Preis hätte ich mehr erwartet. Für mich tut's auch der Wilmersburger Pizzaschmelz. Zumal ich den auch nicht extra bestellen muss. Ich war alles in allem vom Daiya etwas enttäuscht. Schulnote 3.


Tofutti Creamy Smooth original

"Köstliche Soja-Alternative zu Frischkäse". Knapp 230 g kosten bei alles-vegetarisch.de 4,59 €. Das ist preislich noch okay, aber auch hier wieder die Frage, ob sich das lohnt.

Umsetzung und Geschmack: Es ist eine streichbare, weiße, homogene Creme. Sehr cremig, erinnert 1:1 an Frischkäse. Riecht sehr frisch und schmeckt auch so. Cremig, frisch, luftig, leicht. Ohne störenden Leinöl-Geschmack. Habe es am liebsten auf Brot gegessen, mit Kräutern, Aufschnitt oder Marmelade darauf. Wirklich köstlich. 

Die Packung von oben.

Schlecht zu fotografierende Zutatenliste. Hier nochmal abgetippt: Wasser, kalt gepresste Öl natürliche Mischung (Soja-, Palm-, Oliven und Obst), Maltodextrin, Sojaprotein, Tofu, nicht Milch Milchsäure, Zucker, Stabilisatoren (Johannisbrot, Guar, Celulose, Xanthan und Carrageen), Emulgator (pflanzliche Mono- und Diglyceride), Salz.

So cremig, so frisch, so streichzart.

Hier auf Toast. Links mit Kresse. Rechts ohne alles. Köstlich.
Fazit: Lohnt sich. Schmeckt gut, ist sehr ergiebig und hält sich lange genug. Abzüge gibt's für das verwendete Palmöl in der Rezeptur. Schulnote 2.


MozzaRisella

Pflanzliche Mozzarella-Alternative aus gekeimtem Vollkornreis. 200 g kosten bei alles-vegetarisch.de 3,95 €. Das ist erschwinglich.

Umsetzung und Geschmack: Man bekommt eine 200 g schwere, weiße, glibberige Wurst. Erinnert von der Erscheinung her sehr an tierischen Mozzarella, aber die Faserstruktur fehlt. Es ist eher gelee-artig. Lässt sich gut schneiden und ich habe ihn gewürfelt in einen Nudelsalat geworfen. Es schmeckt nicht wirklich nach Mozzarella. Dafür ist es etwas zu schleimig und schmeckt etwas zu bitter im Nachgeschmack. Leider ist es auch nicht wirklich formstabil, sondern lässt sich zu einer weißen, gallertigen Masse zerreiben. Erwärmen habe ich nicht ausprobiert. Ich vermute von der Konsistenz her ist es für den kalten Verzehr bestimmt.
Fazit: Kann man machen, aber es ersetzt tierischen Mozzarella nicht wirklich. Ich würde es mir nicht nochmal kaufen. Schulnote: 3.
Mit Umverpackung.

Die Zutaten.

Eine MozzaRisella-Wurst.

In Scheiben geschnitten.

Mit Tomaten.

Und das Ganze dann als Nudelsalat.


Testrezept: Rohkost-Lasagne

Hey Freunde,

ich habe es getan. Ich habe mich an ein rohköstliches Rezept gewagt. Im Großen und Ganzen ist es auch nichts anderes als ein Gemüsesalat mit Pesto, aber ich habe mich daran gewagt, habe es gegessen und war positiv überrascht. Das Rezept stammt aus dem "Vegan kochen".

ROHKOST-LASAGNE

Dauer: 45 Minuten.

Zutaten für 6 Personen (eine wirklich große, tiefe Auflaufform wird benötigt, zur Not ein Wok, eine riesige Salatschüssel oder auch ein Bräter).

Das Gericht besteht aus den Lasagnezutaten, einem Quark, einer Tomatensoße und einem Pesto. Ich werde jedes dieser Elemente einzeln behandeln, da man das gut hintereinanderweg zubereiten kann.

Ihr braucht für den Quark:
  • 400 g Cashewkerne (einige Stunden in Wasser einweichen lassen)
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 EL Hefeflocken
  • Salz (hab ich weggelassen, braucht man nicht unbedingt)
Die eingeweichten Cashews sehr fein hacken (Multizerkleinerer oder Mixer). Mit den restlichen Zutaten und 120 ml Wasser zu einer gleichmäßigen Masse verrühren.

Ihr braucht für die Tomatensoße:
  • 400 g getrocknete Tomaten (ganz trockene am besten über Nacht in Wasser einweichen; ich hatte welche aus dem Glas, habe sie abtropfen lassen und das Öl für später aufgefangen)
  • 3 Tomaten
  • 1 Zwiebel
  • 30 g Rosinen
  • 3 EL Zitronensaft
  • 2 EL Oregano
  • 2 EL Thymian
  • 2 Blätter Basilikum
  • Salz und Pfeffer (hab ich auch weggelassen, braucht man nicht, ist auch so gut gewürzt)
Getrocknete Tomaten, frische Tomaten, Zwiebel, Rosinen und Basilikum fein hacken (oder wieder zermixen, es soll ja eine Art Paste werden). Mit den restlichen Zutaten verrühren.

Ihr braucht für das Pesto:
  • 200 g Pistazien (Kapern funktionieren genauso gut; ich hatte 1/2 Pistazien, 1/2 Kapern, weil ich nicht so viele Pistazien da hatte)
  • 1 Handvoll Basilikumblätter
  • 60 ml Olivenöl (ich hab das aufgefangene von den Tomaten genommen)
  • Salz, Pfeffer (wieder weggelassen)
Alles fein hacken (oder vermixen) und verrühren, bis eine homogene Pestocreme entsteht.

Ihr braucht für die Lasagne:
  • 4 Zucchini
  • 2 Fleischtomaten
  • etwas Olivenöl
  • Rucola
  • Salz, Pfeffer
Zucchini in dünne Streifen schneiden. Tomate in dünne Scheiben schneiden. In einem tiefen Gefäß schichten: Erst Zucchinischeiben, darauf Quark, darauf Tomatenscheiben, darauf Tomatensoße, wieder Zucchini, wieder Quark, wieder Tomate, wieder Tomatensoße, mit Zucchinischeiben ganz oben abschließen. Dann das ganze mit dem Pesto bestreichen. Etwas Rucola obenauf, mit etwas Öl beträufeln, salzen, pfeffern, fertig.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr zufrieden. Es wird rechtzeitig angemerkt, dass man machen Zutaten eine Zeit lang einweichen muss. So bleiben einem böse Überraschungen erspart. Als ich das Rezept gelesen habe, dachte ich erst, dass es viel komplizierter werden würde, aber weit gefehlt. Ging alles ganz leicht und schnell. Die Zucchini habe ich allerdings nicht in Scheiben geschnitten, sondern gewürfelt, weil sie sonst nicht in mein Gefäß (einen Gartopf) gepasst hätten. Hat auch so gut geklappt. Pesto fand ich ein bisschen wenig, aber hat im Endeffekt alles gut gereicht.
Wie sieht's aus? Wie Salat mit Pesto.
Schmeckt's? Gut. Wirklich gut. Die Saucen sind der Hammer. Aber auch sehr fett durch die ganzen Nüsse. Am liebsten hätte ich mir das Gericht aber erwärmt, weil ich es als sehr ungewohnt empfand, es kalt zu essen. Aber es hat wirklich gut geschmeckt.
Würde ich es wieder tun? Vermutlich nicht. Das Rezept ist klasse und das Gericht auch. Es hält sich auch gut eins, zwei Tage im Kühlschrank frisch und lecker, aber mir war der Fettgehalt zu viel. Ich habe mich nach der zweiten Portion nicht sehr wohl gefühlt. Habe den Rest dann (Rohköstler, verzeiht mir, aber ich wollte es auch nicht wegwerfen) als Pizzabelag zweckentfremdet und so den Fettgehalt ein wenig entschärft. Das soll auch keine Schmäh gegen Rohköstliches sein. Ich fand das Gericht wirklich gut und lecker und werde in Zukunft Rohköstlichem offener gegenüber stehen und auch noch mehr rohvegane Rezepte nachkochen. Aber dann welche mit weniger Nüssen. Holla, meine Gallenblase. 


Die Lasagne von oben. Die grüne Sauce ist das Pistazien-Kapern-Pesto.

Und einmal ein Querschnitt auf dem Teller. Sieht gut aus, oder? Schmeckt auch gut.

Testrezept: Shake mit Avocado und Kakao

Die Tage werden länger und damit auch wärmer. Was liegt also näher, als einen kühlen, erfrischenden Shake zu sich zu nehmen an einem heißen Sommertag? Dieses Rezept stammt aus dem "Vegan backen"-Backbuch.

SHAKE MIT AVOCADO UND KAKAO

Dauer: 10 Minuten.

Zutaten für 6 Personen (1,5 Liter Getränk):
3 Avocados
1,2 l Getreidemilch
80 g Rohrohrzucker
1 EL Backkakao
1 TL Vanilleextrakt (ruhig auch mehr, sehr lecker)

Zubereitung:
  1. Entweder ihr macht es wie ich, Mrs. Ungeduld in Person, schneidet die Avocado in kleine Stücke und haut sie mit den restlichen Zutaten in den Mixer. Oder... ihr haltet euch an die Anweisungen aus dem Buch:
  2. Avocados schälen, entsteinen und halbieren. 
  3. Eine Hälfte in kleine Stücke schneiden und mit der Hälfte der Getreidemilch und dem ganzen Zucker pürieren (oder mixen). Bereitstehende Gläser zur Hälfte damit füllen.
  4. Restliche Avocado kleinschneiden und mit der restlichen Milch, dem Kakao und der Vanille vermischen und pürieren (mixen). Die Gläser damit auffüllen. Darauf achten, dass zwei Schichten erkennbar bleiben (obwohl auf dem Rezeptbild im Buch keine zwei Schichten abgebildet sind, sondern eine homogene Masse... also ist es wohl nicht so schlimm, wenn man's vermischt).

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Einfach, schnell und lecker. Was will man mehr. Und wenn einem das Schichten von Schichten in Getränken nicht wichtig ist, geht's sogar noch einfacher und schneller.
Wie sieht's aus? Wie die meisten Shakes mit Avocado. Nicht sehr attraktiv, weil grüne Pampe. Durch den Kakao grüngraubraune Pampe.
Schmeckt's? Schmeckt gut. Kakao und Vanille kommen schön raus. Avocado bleibt dezent im Hintergrund. Macht auch schön satt, so ein Glas.
Würde ich es wieder tun? Den Shake kann man ruhig immer mal wieder machen. Ich würde sogar noch Banane mit reinschnippeln, statt 3 Avocados, um den Fett- und Kaloriengehalt etwas zu bremsen. Der Shake hält sich auch gut in einem verschlossenen Glas über Nacht im Kühlschrank, falls man nicht alles schafft. Ein leckeres Frühstück, das gut sättigt.

Der Shake von oben in diffusem Licht.

Ich habe die Zutaten halbiert, da ich nicht wusste, da ich allein war. Habe 750 ml rausbekommen.

Und hier der grüngraue Shake. Schmeckt besser als er aussieht. Nehmt am besten sehr weiche, sehr reife Avocados, wenn euer Mixer nicht sooo leistungsstark ist.

Freitag, 9. Mai 2014

Neuer Supermarkt gegen Verpackungsmüll

Hallo ihr Lieben,

ich habe heute von einer wirklich tollen Idee erfahren:

Original Unverpackt - Der erste Supermarkt ohne Verpackungen. 

Keine störenden Umverpackungen, keine Plastikbeutel, die ewig nicht verrotten. Noch gibt es ihn nur auf dem Papier, aber das Projekt wächst und die Planung schreitet voran. Wenn ihr mehr darüber wissen wollt, dann habe ich hier die Website von Original Unverpackt für euch und einen Artikel über das Projekt in der Rheinischen Post. Und unterstützen könnt ihr das Ganze auch, wenn ihr mögt, denn es läuft über Crowdfunding.

Und bis der Supermarkt erfolgreich umgesetzt wird, gibt es ja noch andere Maßnahmen, wie wir den Müllberg reduzieren können. Auf Plastiktüten an der Kasse verzichten, einen eigenen Stoffbeutel mitbringen, oder auch diese kleinen Obst- und Gemüsebeutelchen weglassen. Und beim Einkauf Produkte mit wenig bis keiner Umverpackung wählen. Welche Tipps kennt ihr noch, um Verpackungsmüll zu reduzieren?

Ich habe die Tage einen Lovechock-Riegel gegessen (Test kommt noch, keine Angst ;) ) und die haben eine super Lösung für ihre Verpackung. Und zwar war der Riegel in kompostierbare Folie eingeschweißt. Die kann mit in den Biomüll. Ich hab zwar keine Ahnung, wie lang es dauert, bis sie wirklich abgebaut ist, aber ich finde diese Entwicklung schon mal sehr gut.

Links in diesem Post:
http://original-unverpackt.de/idee/
http://www.rp-online.de/leben/ratgeber/verbraucher/original-unverpackt-erster-supermarkt-ohne-verpackungen-aid-1.4195323


Redesign, die Zweite

Es ist vollbracht, liebe Freunde. Das Blog erstrahlt nun in einem neuen Gewand und unter neuem Titel. Inhaltlich wird sich für euch nichts ändern. Ich habe schon wieder jede Menge Material gesammelt und in Kürze geht es wieder los.

Samstag, 26. April 2014

Redesign

Hallo liebe Leser,

ich habe viel über mein Blog nachgedacht und möchte in den nächsten Tagen ein bisschen umgestalten. Das Blog wird einen neuen Namen bekommen, ein neues Aussehen und eine neu-alte Bestimmung. Dahinter steht mein Wunsch etwas mehr Transparenz und Konsistenz in das Blog zu bringen. Ihr und auch neue Leser sollen sich noch besser vorstellen können, was ich hier mache. Ein bisschen werde ich herumbasteln und bald gibt's auch wieder Koch- und Backposts :) Wenn es hier also eine Weile etwas wirr und ungewohnt zugeht, dann entschuldigt das bitte, denn dann probiere ich gerade herum, welche Designs für mich gehen und welche eben nicht. Ist alles gut überstanden, gibt's auch einen Eröffnungspost für das Blog im neuen Gewand. Ich freu mich schon drauf :)

Bis dahin wünsche ich euch schöne, sonnige Frühlingstage!

Eure mizu

Sonntag, 30. März 2014

Testrezept: Knusprige Lauchtörtchen mal anders ;)

*om nom nom* Es wird Zeit für das Märzrezept von "Donnerstag ist Veggietag". Knusprige Lauchtörtchen. Ich bin kein sonderlicher Lauchfreund, aber ich esse ihn, wenn's ihn gibt, denn er ist randvoll mit wichtigen Nährstoffen und will uns nur Gutes. Daher hatte ich dieses Rezept auch für meinen Geburtstag geplant, damit ich gleich eine größere Menge machen kann, denn Lauch gibt es ja oftmals nur in so riesigen Abmessungen zu kaufen. Nun habe ich meine Gäste gefragt, ob Lauch okay ist... naja, die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Also habe ich mir überlegt, was denn allen schmecken könnte, aber trotzdem mit dem Gericht selbst vereinbar ist. Die Lösung: Champignons. Ich liebe Champignons. Meine Gäste lieben Champignons. Alle lieben Champignons. Und Champignons passen sich auch hervorragend an alle möglichen Gerichte an. Perfekt. 

KNUSPRIGE LAUCHTÖRTCHEN MAL ANDERS (nämlich mit Champignons und ohne Lauch)

Dauer: 30 Minuten Zubereitungszeit & 30 Minuten Backzeit

Zutaten für 1 Blech (oder 4 Törtchen):

Für den Teig:
Salz
4 EL Öl (Rapsöl)
150 g Mehl (Dinkelvollkornmehl)
evtl. noch Mehl zum Bearbeiten (ich hab keines gebraucht)

Für die Füllung:
600 g Lauch (oder Champignons)
Öl (Rapsöl)
1 TL Kräuter der Provence (oder Thymian)
100 ml Sojarahm (z. B. Créme fit von Berief, gibt's im ...tegut; Preis weiß ich nicht mehr genau, aber erschwinglich; Sojasahne geht auch, aber Rahm ist eben einen Tacken fester, zur Not tut's auch Sojajoghurt natur)
Zesten von 1 unbehandelten Zitrone
2 EL veganen Frischkäse (kann man auch durch Sojarahm, Sojasahne oder Sojajoghurt ersetzen; Seidentofu könnte auch gehen)
Muskat
Pfeffer
Salz

Für die Kruste:
5 Basilikumblätter (oder Thymian, gerupft von 5 Thymianzweigen)
10 entsteinte grüne Oliven
50 g Semmelbrösel (oder gemahlene Mandeln)
15 Kapern
20 g Pinienkerne
Pfeffer

Beilagen: Das Buch empfiehlt Blumenkohl oder Knollensellerie oder einen Chicoréesalat mit Apfel, oder auch Reis. Wir haben zu diesem lecker mediterranen Gericht einen selbstgemachten Nudelsalat mit veganem Pesto Rosso, Knoblauchöl, Cherrytomaten und Basilikum genossen. Hat sehr gut dazugepasst.

Zubereitung:
  1. Aus den Zutaten für den Teig und 4 EL Wasser einen geschmeidigen Teig kneten. Nehmt die Hände dazu. Könnt ja Latexhandschuhe anziehen. Man hat einfach ein besseres Gefühl für den Teig. Diesen Teig könnt ihr entweder wie ich auf ein mit Backpapier belegtes Blech auswalzen (wird wie Flammkuchenteig, ganz dünn und flach) oder ihr teilt den Teig in 4 gleich große Teile auf und legt damit kleine Tortenförmchen aus (Durchmesser 10 cm). Muffinbleche sollten auch funktionieren oder Souffléformen. Dann müsst ihr entsprechend weniger Teig verwenden, bekommt aber dafür mehr Törtchen raus.
  2. Lauch oder Champignons putzen und in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne in etwas Öl gut anbraten. 
  3. Kurz bevor die Lauchringe ganz weich sind (oder die Champignons), könnt ihr den Sojarahm hinzugießen.
  4. Aufkochen lassen, ein paar Minuten köcheln lassen. Immer mal umrühren. 
  5. Die Pfanne vom Herd nehmen und dann Thymian, Zesten, Muskat, Pfeffer und Salz dazugeben und abschmecken. Den Vrischkäse einrühren. Alles gut vermischen.
  6. Backofen auf 160°C Umluft vorheizen.
  7. Eigentlich soll man es jetzt schon in die Förmchen füllen. Könnt ihr gerne machen. Mir war das ganze aber etwas zu flüssig und da ich keine Törtchen, sondern eine Art Flammkuchen daraus machen wollte, war mir das Überschwemmungsrisiko zu groß. Ich habe die Kruste nicht als Kruste verwendet, sondern in die Füllung eingerührt, um sie zu binden. Also: Ihr könnt die Füllung so, wie sie jetzt ist, in die Törtchen füllen und die Kruste dann drüberstreuen. Oder ihr rührt den ganzen Kram zusammen und bekommt so eine pastenartige Füllung.
  8. Für die Kruste alle oben gelisteten Zutaten zerkleinern und vermischen. Das funktioniert am besten, wenn ihr alles in den Multizerkleinerer gebt. Dann entweder in die Füllung einrühren und dann auf dem Teig verteilen. Oder erst die Füllung in die Teigtörtchen geben und die Kruste drüberstreuen.
  9. 30 Minuten im Ofen backen lassen.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Leider steht nirgendwo, wie flüssig die Füllung denn nun sein muss. Mir war sie zu flüssig, daher habe ich sie mit der Kruste vermischt. Das war nicht schlimm. Das Gericht ist, wie anscheinend alles aus diesem Buch, gelingsicher. Der dünn ausgerollte Teig wird auch kein bisschen hart. Er war auf dem Teller sehr locker und aromatisch. Wie Flammkuchenteig. Auch schön, dass das Rezept so robust gegen Abwandelungen ist :)
Wie sieht's aus? Ein bisschen wie Pizza. Die Füllung wäre ohne das Vermischen mit der Kruste garantiert zerlaufen. Aber so blieb alles an seinem Platz.
Schmeckt's? Soooo lecker. Ich könnt's jeden Tag essen. Champignons passen super dazu. Und so herrlich aromatisch mediterran. Sehr zu empfehlen. Ich bin süchtig. Hat auch meinen Gästen extrem gut geschmeckt. Und ein Bonus: Es macht sehr satt. Ein bis zwei Törtchen pro Person reichen locker. Ein Blech reicht so für 3 bis 4 Personen, wenn  man noch ne Beilage hat.
Würde ich es wieder tun? Auf jeden Fall. *Om nom nom*

Und wieder kein schönes, tolles Bild, weil Stress und so und dann habe ich fast vergessen Fotos zu machen. Dies hier ist also das letzte Stück, das ich hektisch zwischen den Gängen geknipst habe. Deswegen sieht der Teller auch schon ein bisschen mitgenommen aus ;)

Champignonfladen ;) mit ein bisschen Nudelsalat im Hintergrund.

Testrezept: Brownies

So, meine Freunde,

ich hatte also mal wieder Geburtstag und bin dadurch endlich zum Backen und Kochen gekommen, nachdem ich in den letzten Wochen nur wenig Zeit, Lust und Anlass dazu hatte. Aber ich gelobe Besserung. Auch wenn es manchmal ein bisschen ruhig wird auf dem Blog hier, könnt ihr euch darauf verlassen, dass ich bald wieder irgendetwas poste. Ich bin nicht der regelmäßige Poster. Das wisst ihr. Ich bewundere die Blogger, die echt jeden Tag oder jeden zweiten ihre Artikel veröffentlichen, aber bei mir klappt das eben nur, wenn ich was zu berichten habe. Und dafür brauche ich Zeit. Die ich nicht immer habe. Also haue ich mein Material raus, wenn ich da ist. Aber ihr kennt das ja bereits. Also verzagt nicht. Ich melde mich immer mal. Nur eben nicht so extrem regelmäßig :)
So, nachdem ich das nun hier sehr umständlich erklärt habe, kommen wir zum eigentlichen Inhalt dieses Posts. Ich hatte Geburtstag und dazu eine Feier. Da gab es Kaffee & Kuchen und abends was Selbstgekochtes. Doch zu weit will ich nicht vorausgreifen. Bleiben wir beim Kuchen. Es waren die Brownies aus dem "Vegan backen". Ich liebe ja Brownies und je nach Rezept werden sie auch echt immer ein klein wenig anders. Mal eher Schokokuchen, mal eben richtig klebrige Brownies. Brownies sind, soweit ich weiß, durch einen Backunfall entstanden. Jemand hatte das Backpulver vergessen ("Vegan backen" meint zwar, es sei die Hefe gewesen, aber nein, ich habe recherchiert, es war das Backpulver; aber ist eh nur eine urban myth). Also sind Schokokuchen ohne Backpulver oder anderes Triebmittel eben Brownies ;) Nicht jedes Rezept hält sich daran - dieses hier enthält Backpulver - aber ich finde das nicht tragisch. Ich habe Brownies mit und ohne Backtriebmittel gebacken und persönlich nicht viel Unterschied feststellen können. Wenn ihr euch also sicherer fühlt, kann ein TL Backpulver nicht schaden. Weglassen sollte genauso wenig schaden.

BROWNIES

Dauer: 15 Minuten Zubereitungszeit & 50 Minuten Backzeit

Zutaten für 6 riesige Stücke (ich habe 15 normalgroße Stücke herausbekommen; die Teigmenge reicht für ein kleines Kuchenblech (20 x 40 cm)):
300 g Mehl (Dinkelvollkornmehl)
350 g Rohrohrzucker (Ganz ehrlich? Viel zu viel. Ich habe es auf 200 g reduziert und die Brownies waren süß genug)
1 TL Salz
30 g Backkakao
1 TL Backpulver
200 g Schokolade (Zartbitter)
200 g Pflanzenmargarine (Sana)
1 TL Vanillearoma
50 g Haselnüsse (ganze; gern auch mehr; bei mir war's die dreifache Menge - woah, ich liebe Nüsse!; ihr könnt sie auch etwas zerkleinern, aber volle Nuss ist eben aromatischer) 

Zubereitung:
  1. In einem kleinen Topf die kleingebröckelte Schokolade mit der Margarine bei mittlerer bis geringer Hitze schmelzen. Immer mal umrühren. Nicht aufkochen, nur schmelzen.
  2. Alle trockenen Zutaten in einer großen Schüssel vermengen.
  3. Dazu die Vanille, die geschmolzene Schokolade und ca. 250 ml Wasser geben und verrühren. Die Wassermenge nach Gefühl variieren, je nachdem wie geschmeidig ihr euren Teig haben wollt. Ich habe nur etwa 210 ml zugegeben und der Kuchen wurde super, aber im Nachhinein hätte ich lieber doch alles hinzugegeben, weil die Brownies dann vielleicht klebriger geworden wäre. Aber ihr kennt mich :/ Lieber zu wenig als zu viel.
  4. Nüsse hinzu.
  5. Ofen auf 150°C (Umluft) vorheizen.
  6. Ein Blech (20 x 40 cm) oder eine Auflaufform mit ähnlichen Maßen mit Backpapier auslegen oder einfetten und bemehlen. Den Teig einfüllen und glattstreichen.
  7. 50 Minuten backen lassen.
  8. Stäbchenprobe. Nach dem Herausnehmen noch ein paar Minuten im Blech auskühlen lassen.
  9. Kann gerne mit Schlag- oder Sprühsahne serviert werden (z. B. die vegane Sprühsahne von LeHa Schlagfix).

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr zufrieden. Geht schnell. Die Anweisungen sind mehr als eindeutig. Das Ergebnis ein super leckerer, schokoladiger Kuchen ;) Vor der langen Backzeit braucht man keine Angst zu haben, denn der Kuchen wird nicht allzu trocken. Wenn ihr ihn noch klebriger haben wollt, verrührt den Teig eingangs mit etwas mehr Wasser, nehmt in früher aus dem Rohr oder bewahrt die Stücken im Nachhinein in einer Blech- oder Tupperdose auf. Bei mir werden die dann immer noch etwas feuchter.
Wie sieht's aus? Dunkler Schokokuchen mit Nüssen. Für Brownies ein bisschen zu sehr aufgegangen. Backpulver...
Schmeckt's? Sehr lecker, sehr schokoladig, sehr nussig. Sprühsahne passt gut dazu :)
Würde ich es wieder tun? Das ist kein schlechtes Rezept. Ich würde es noch ein bisschen variieren, damit es wirklich klebrige Brownies werden. Oder mir ein anderes Brownie-Rezept suchen.

Sorry für das nicht wirklich optimale Bild, aber ich war gestern sehr im Stress und habe nur schnell zwischen den Gästen und Gängen ein Bild geknipst, eben damit ich eines hatte. Man kann sich auch so vorstellen, wie die Brownies aussehen :) Ne leckere Schokosauce hätte übrigens auch dazu gepasst. Death by chocolate ;)

Brownie voraus!

Donnerstag, 6. März 2014

Produkttest: Jeezini Santi, Tofurky Deli Slices oven roasted, Lupinenfilet & Soyananda natur

Hallo ihr Lieben,

Herr mizu war beruflich in Berlin und stolperte über die Einkaufspassage des Veganz, die neben seinem Hotel lag. Genauer gesagt,dort:

10243 Berlin Friedrichshain
Warschauer Straße 33

Natürlich durfte er dort für mich einkaufen und hat einen ganzen Schwung Lebensmittel mitgebracht, die ich so noch nie probiert habe. Und selbstverständlich lasse ich euch mit diesem Produkttest daran teilhaben. Herr mizus Hotel war wohl übrigens auch ganz toll. Ich lasse mal ein paar überzeugende Argumente fallen: Recycling-Hotel, tausende Bücher im Foyer, selbstgemachtes Kokoswasser, veganer Kuchen zum Frühstück, überhaupt eine vegane Frühstücksstrecke (liegt wahrscheinlich an der Nähe zum Veganz). Im Juni werde ich selbst dort sein und mich vor Ort von der Qualität dieser Einrichtung überzeugen, alles probieren und auch ordentlich Fotos schießen. Wer es bis dahin nicht aushält: Hier ist die Adresse:

10243 Berlin Friedrichshain
Warschauer Straße 39/40
 ... mit der Website muss man ein wenig Geduld haben...


Jeezini Santi

"Vegane Käsealternative". Wollte ich mal ausprobieren, da ich sonst nur die Wilmersburger Scheiben kenne. 200 g haben 3,79 € gekostet. Kein Schnäppchen, aber man bekommt für den gleichen Preis 50 g mehr als bei Wilmersburger.

Umsetzung und Geschmack: Sehr gefreut hat mich, dass es halbe Scheiben sind. Große Scheiben kann man auch zerteilen, ich weiß. Aber so hat man weniger Arbeit. Ich habe den Käse so gegessen, wie ich ihn am liebsten mag. Einfach so aufs Brot. Ohne Margarine, ja, ich mag das so :) Wieso habe ich nicht eine der zig fancy Geschmackssorten genommen, sondern den ganz einfachen "Santi", werdet ihr mich fragen? Weil ich so den Geschmack am besten mit Wilmersburger vergleichen kann. Positiv ist, dass Jeezini weniger salzig ist als Wilmersburger, aber auch so recht unbeeindruckend schmeckt. Später habe ich den Jeezini dann mal auf einem Brot eine Weile in der Mikrowelle erhitzt, um die Schmelzeigenschaft zu überprüfen. Schmilzt nach ein paar Sekunden schon sehr schön. Sieht auch überzeugend wie geschmolzener "Milchkäse" aus und schmeckt geschmolzen deutlich besser als fest. Und auch besser als die Wilmersburger Scheiben.
Fazit: Wilmersburger schmeckt mir persönlich besser auf's Brot, aber Jeezini ist mal eine nette Abwechslung. Ich werde den "Santi" eher nicht nochmal kaufen, aber mal eine der anderen Geschmacksrichtungen ausprobieren. Preis-Leistungs-mäßig kann sich Wilmersburger auf jeden Fall eine Scheibe abschneiden. Schulnote 2.


Tofurky Deli Slices oven roasted

Weiter geht es mit dem "Truthahn"-Aufschnitt aus den USA. Wollte ich schon immer mal essen. Ich habe mich für "oven roasted" entschieden, weil das relativ plain ist (also ohne Pfefferkörner und so einen Schmarrn), aber trotzdem leckeren, rauchigen Geschmack verspricht. Knapp 160 g (15 hauchdünne Scheiben) haben mich 3,99 € gekostet *schluck*. Man gönnt sich ja sonst nix.

Umsetzung und Geschmack: Der Tofurky ist auch gleich so aufs Brot gewandert. Die Scheiben sind sehr dünn, aber das ist auch okay so. Man schmeckt gut was. Das liegt an der phänomenalen Konsistenz. Die Amerikaner haben's einfach raus. Die Scheiben basieren auf Gluten, und kommen so nah an Truthahn-Aufschnitt ran wie sonst nur Truthahn-Aufschnitt. Wahnsinnig authentisch und seeeeeeehr lecker. Schmeckt nach Geflügel, nach Rauch, nach Wurst. Wer also nicht so auf das echte Aufschnitt-Erlebnis steht, sollte Tofurky besser sein lassen.

Fazit: Das Produkt hat sich seinen Preis absolut verdient. Leider ist die Wurst recht zäh verpackt und ich musste nach dem Aufmachen einen anderen Aufbewahrungsbehälter für die restlichen Scheiben verwenden. Macht aber nix. Sehr köstlich, sehr ergiebig und ich bin nun offiziell süchtig. Wird wieder gekauft. Schulnote 1.

Jeezini und Tofurky durften sich den Fotoplatz teilen, daher hier erst die Bilder:

Hier die Verpackungen. Schon ein bisschen ramponiert, weil ich sie da schon geöffnet hatte und mir dann aber eingefallen ist, dass ich ja mal Bilder machen könnte...

Ohne Umverpackung.

Und auf Brot. Ein leckeres Frühstück.










Tofurky-Zutatenliste auf Englisch. Sinngemäßes Deutsch: Wasser, Weizeneiweiß, Bio-Tofu (Wasser, Bio-Sojabohnen, Magnesiumchlorid, Calciumchlorid), Shoyu Sojasauce (Wasser, Sojabohnen ohne Gentechnik, Weizen, Salz, Kulturen), gepresstes Leinöl ohne Gentechnik, natürliche vegetarische Aromen, Maisstärke ohne Gentechnik, Weiße-Bohnen-Mehl, Garbanzo-Bohnen-Mehl, Zitronensaft aus Konzentrat, Zwiebel, Sellerie, Calciumlaktat aus Rüben, Meersalz. Enthält: Weizen und Soja.

Jeezini-Zutatenliste. Hier auch auf Deutsch.


Lupinenfilet (von alberts)

Lupine ist ja jetzt in aller Munde. Ich hatte vor einer Weile mal Gyros aus Lupinenmehl gegessen und das hat mir sehr gut geschmeckt. Da dachte ich mir, dass man da auch mal so ein Filet testen könnte. 200 g (zwei große Filets) haben 3,99 € gekostet.

Umsetzung und Geschmack: Ich habe die Filets nach Packungsanweisung einfach mit etwas Öl in der Pfanne gebraten. Dazu gab's Couscous. Wie auf der Umverpackung sahen die Filets nicht aus. Haben eher an große, trockene Fischstäbchen erinnert. Nicht so schick. Ähnlich war der Geschmack. Trocken, salzig und undefinierbar zusammengemanscht. Nichts, was ich wieder essen möchte. Ich weiß nicht, ob's an der Lupine oder den sonstigen Zutaten lag, aber mein Fall war es nicht. 

Fazit: Kein empfehlenswertes Produkt. Ich werde es mir nicht noch einmal antun. Schulnote 5.

Die Umverpackung.

Zutatenliste mal in lang und dünn.

Ohne Umverpackung.


Mein Mittagessen.



Soyananda Frischkäse natur

"Fermentierte BioSoya-Alternative zu Rahmfrischkäse". Als ich hörte, dass es jetzt auch pflanzlichen Frischkäse gibt, wollte ich ihn unbedingt probieren. Auch im Hinblick darauf, ihn vielleicht für Torten zu verwenden. Den Soyananda gibt es in natur (so wie ich ihn habe), aber auch mit Kräutern und Knoblauch und auch in einer Paprika-Variante. Ich mag's lieber natürlich. Und für's Backen kommen Knoblauch und Kräuter nicht so gut. 3,49 € für einen 140 g-Becher ist schon teuer. Aber das Becherchen ist ziemlich ergiebig.

Umsetzung und Geschmack: Leider, leider wird im Soyananda Leinöl verwendet. Leinöl und ich haben eine gemeinsame Geschichte. Um meine Omega-Fettsäuren-Werte ein wenig aufzupolieren, besorgte ich mir anno dazumal ein Fläschchen Leinöl mit der Absicht, dieses teelöffelweise in mein Müsli zu rühren, um mein Frühstück nährstoffmäßig aufzuwerten. Ich wusste zu dem Zeitpunkt nicht: Leinöl schmeckt nach Fisch. Ich hab's nicht runterbekommen und ekle mich heute noch davor. Die Alternative heißt für mich seitdem Hanföl und ist wahnsinnig lecker. Nun saß ich also da, und biss in mein lecker mit Soyananda bestrichenes Brot und hoffte auf frischsten Frischkäsegeschmack und bekam Kaviar. Ohne Witz. Durch den fischigen Unterton des Leinöls schmeckt der Frischkäse 1:1 nach Kaviar. Das war so ganz lecker, aber leider ist damit die Tortenoption gestorben. Sonst aber ein leckerer Brotaufstrich, da das Leinöl nicht so penetrant vorschmeckt, sondern eben nur eine fischige Note gibt. Nicht wie damals in meinem Müsli *üargs*.

Fazit: Gutes Produkt. Ich bin von der Konsistenz und Streichfähigkeit absolut hingerissen. Der Preis ist verdient. Geschmacklich lecker, aber eher für herzhafte Gerichte oder Brote. Marmelade hätte ich mir jetzt nicht draufgestrichen. Kaufen würde ich es mir trotzdem wieder. Schulnote 1 minus.

Natur-Frischkäse mit Omega 3.

Zutatenliste.
Schon was rausgenascht. Tolle Konsistenz. Es hat sich auch nach Tagen im Kühlschrank keine Flüssigkeit abgesetzt.

Unten ein Brot mit Soyananda und oben ein Brot mit geschmolzenem Jeezini Santi.

Dienstag, 4. März 2014

Testrezept: Mandel-Beeren-Joghurt-Muffins

Hallo, ihr Lieben!

Am Wochenende wurde natürlich wieder gebacken und das Ergebnis möchte ich euch wie immer nicht vorenthalten. Dieses Mal wieder aus "Das Neue Muffin-Kochbuch". Diese Muffins sind sehr fruchtig und lecker. Passen gut auf eine frühlingshafte Kaffeetafel. Und Kinder mögen sie auch.

MANDEL-BEEREN-JOGHURT-MUFFINS

Dauer: 15 Minuten Zubereitungszeit & 20 Minuten Backzeit

Zutaten für 12 große oder 15 mittelgroße Muffins:
300 g Beeren (ich hatte 100 g Himbeeren und 200 g Heidelbeeren aus dem Glas; mindestens eine Stunde abtropfen lassen und den Saft auffangen)
185 g Mehl (Dinkelvollkornmehl)
3 TL Backpulver
115 g gemahlene Mandeln
185 g Rohrohrzucker (ich habe nur 130 g genommen, da ich Beeren aus dem Glas verwendete)
Ersatz für 2 Eier (z. B. 2 EL No Egg vermischt mit 4 EL Beerensaft oder 100 g Apfelmus)
125 g Margarine (Sana), zerlassen und abgekühlt
250 g Joghurt (Alpro natur)
2 EL Mandelblättchen (habe ich beim Einkauf vergessen, ist auch nicht schlimm, wenn man's weglässt)

Zubereitung:
  1. Eine 12er Muffinform mit Förmchen auslegen oder einfetten. Wer kleinere Muffins machen möchte, kann auch den Teig in Förmchen füllen und einfach so zum Blech in den Ofen stellen. Das ist kein Problem, nur werden diese Muffins etwas flacher und breiter, weil Papierförmchen meistens nicht so stabil sind (siehe Bilder).
  2. Mehl, Backpulver, gemahlene Mandeln und Zucker in einer Schüssel verrühren und eine Vertiefung in die Mitte drücken.
  3. Eiersatz, Margarine und Joghurt verquirlen und in die Vertiefung gießen.
  4. Alles zu einem leicht klumpigen Teig vermischen. Vorsichtig die abgetropften Beeren unterrühren. Ihr müsst sie nicht in Mehl wälzen, da sie in diesem Teig nicht auf den Boden sinken werden. Keine Angst :)
  5. Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Teig in die Förmchen füllen und mit den Mandelblättchen bestreuen.
  6. Ca. 20 Minuten backen lassen. Einige Minuten in der Form ruhen und dann auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr zufrieden. Ein einfaches Muffinrezept, dass schnell geht und gute Resultate bringt.
Wie sieht's aus? Lecker. Die Beeren könnten aber für Rosinen oder Schokostückchen gehalten werden.
Schmeckt's? Sehr köstlich und fruchtig. Nicht zu fest, zu trocken oder zu feucht. Sehr leckere Muffins. Kindern schmecken sie auch.
Würde ich es wieder machen? Absolut. Eins mit Sternchen von mir.

Nahaufnahme :)

Da seht ihr sie. Der Muffin, der etwas aus dem Rahmen fällt (oberste Reihe, zweiter von links) ist nicht im Muffinblech gebacken worden, sondern da habe ich das mit Teig gefüllte Förmchen einfach so in den Ofen gestellt. Ist eben etwas breiter geworden. Hat aber trotzdem geschmeckt.

Montag, 3. März 2014

Testrezept: Tofu mit Pilzen und Kohl

Hallo ihr Lieben,

heute gibt es das Februarrezept aus dem "Donnerstag ist Veggietag"-Kochbuch. Nun ist es jetzt nicht mehr Februar, sondern März, aber das Rezept lässt sich ganz leicht verändern. So habe ich es auch abgewandelt, denn eigentlich heißt es "Tofu mit Austernseitlingen und Chicorée". Aber da ich keine Austernseitlinge mag, gab es stattdessen Champignons. Und da Herr mizu keinen Chicorée essen mag, habe ich den einfach durch Chinakohl ersetzt. Das hat alles sehr gut gepasst. Und da ich keinen Koriander mag, mir aber nicht sicher war, welche Kräuter zu einem so asiatisch angehauchten Gericht passen, habe ich das weggelassen. Vermisst habe ich ihn auch nicht wirklich. Habt ihr da vielleicht für die Zukunft einen Tipp für mich, womit ich Koriander ersetzen könnte?

TOFU MIT PILZEN UND KOHL

Dauer: 15 Minuten Schnippeln & 30 Minuten Zubereitungszeit

Zutaten für 6 Personen:
500 g Tofu
500 g Pilze (z. B. Austernseitlinge, Mischpilze, Champignons)
5 Chicorée (oder 1 Chinakohl)
2 Knoblauchzehen
40 g frischer Ingwer
1/2 Chilischote (oder etwas Chiligewürz)
1 EL Öl (z. B. Sesamöl, Woköl, Rapsöl; können auch 2 EL sein)
3 EL Sojasauce
3 EL süßsaure Sauce oder Sweet Chili Sauce
1 Bund Koriander (oder auch nicht ;)

Beilagen:
Das Buch schlug vor, einfach Basmatireis dazu zu machen, und/oder einen Chinakohlsalat mit Mango. Da ich schon Chinakohl im Essen hatte, habe ich mich für den Reis entschieden.

Zubereitung:
  1. Bevor es losgeht: Die Menge ist echt gewaltig. Ich habe keinen Großküchenwok, sondern einen handelsüblichen für den Hausgebrauch. Bei der Menge an Zutaten habe ich das ganze in zwei Fuhren zubereitet, weil es sonst beim besten Willen nicht alles auf einmal in den Wok gepasst hätte. Das hat dem Essen aber keinen Abbruch getan. Aufbewahren lässt sich die schon fertige Fuhre ohne Probleme auf einem kleinen Backblech. Dort habe ich das ganze dann mit dem Reis vermengt, weil ich vermengtes Essen sehr gerne mag. Das kann ja jeder halten, wie er will :)
  2. Jetzt geht's los: Gemüse waschen, putzen und dann geht's ans Schnippeln. Tofu in mundgerechte Würfel. Pilze in mundgerechte Stücke, z. B. Viertel. Chicorée (oder Chinakohl) verlesen, den Strunk entfernen und in feine Streifen schneiden. Ingwer und Knoblauch schälen und zusammen  mit dem Chili sehr klein würfeln.
  3. In einem extra Topf den Reis zum Kochen in Salzwasser aufsetzen. 
  4. Öl im Wok erhitzen und den Tofu bei starker Hitze goldgelb anbraten. 
  5. Hitze reduzieren und Chili, Knoblauch und Ingwer dazugeben und kurz anbraten. Dann mit der Sojasauce und der süßsauren Sauce ablöschen. Pilze und Kohl dazugeben und köcheln lassen, bis alle Flüssigkeit verdunstet ist (dauert ein bisschen).
  6. In der Zwischenzeit könnt ihr nach dem Reis schauen und den Koriander waschen und hacken. Den Koriander vor dem Servieren dazugeben; nicht mitkochen. Zusammen mit dem Reis servieren.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Sehr gutes, einfaches und verständliches Rezept. Ich hatte keinerlei Probleme.
Wie sieht's aus? Vom Geruch und Aussehen her, dachte ich schon, ich hätte einen großen Fehler mit dem Ersetzen von Pilzen und Chicorée gemacht. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass DAS schmecken soll. Naja.
Und???? Schmeckt's? Ja. Sogar sehr gut. Ich war extrem überrascht. Herr mizu fand das Aussehen übrigens nicht so schlimm wie ich. Und ihm hat's auch sehr gut geschmeckt. Ein wirklich feines, leicht säuerliches, leicht scharfes, aber trotzdem mildes (durch den Chinakohl) asiatisches Wokgericht. Basmatireis passt übrigens hervorragend dazu. Lässt sich auch relativ schnell und unkompliziert zubereiten.
Würde ich es wieder machen? Definitiv.

Keine Schönheit, aber die inneren Werte haben überzeugt. Gar köstlich!

Montag, 24. Februar 2014

Testrezept: Kuchen mit Heidelbeeren und Zitronen

Sonnige Grüße, ihr Lieben!
Der Frühling kämpft sich langsam und verfrüht auch bei uns durch und das Wetter ist strahlend, frisch und einfach nur herrlich. Wie gemacht für einen ausgedehnten Spaziergang im Park oder Wald. Oder an einer Flusspromenade, wenn ihr einen Fluss in der Nähe habt. Am Wochenende habe ich wieder gebacken und, wie versprochen, gibt es dazu wieder etwas zu lesen. Das Rezept ist aus dem "Vegan backen".

KUCHEN MIT HEIDELBEEREN UND ZITRONEN

Dauer: 15 Minuten Zubereitungszeit & 50 Minuten Backzeit

Zutaten für eine 25 cm Kastenform (Kuchen reicht für 6 Personen):
175 g Mehl (z. B. Dinkelvollkornmehl)
140 g Rohrohrzucker
1/2 TL Salz
1/4 TL Backpulver
1/2 TL Backnatron
Saft von 2 Zitronen (zwischen 50 und 100 ml)
1 TL Vanillearoma (ich habe 1 EL verwendet... was soll der Geiz? ;)
150 ml Öl (z. B. Rapsöl)
100 g Heidelbeeren (man kann frische nehmen, aber ich hatte eingeweckte da; schön lange abtropfen lassen (Saft auffangen) und 100 g Beeren in 25 g Mehl wälzen, dann sinken sie beim Backen nicht auf den Boden des Kuchens; das habe ich nämlich vergessen und sie klebten am Boden -.-' wobei ich sonst immer daran denke)

außerdem: 140 ml Wasser (ich habe stattdessen 140 ml Heidelbeersaft verwendet, dafür aber die Zuckermenge auf 100 g reduziert)

Zubereitung:
  1. Alle trockenen Zutaten (Mehl, Zucker, Salz, Backpulver und Natron) in einer Schüssel verrühren.
  2. Das Wasser (oder den Heidelbeersaft, wer mag), den Zitronensaft, die Vanille und das Öl dazugießen und gut verrühren, bis ein gleichmäßiger Teig entsteht. Durch den Zitronensaft schäumt es übrigens wie Hulle. Alles in Ordnung.
  3. Wer frische Heidelbeeren verwendet, der kann sie jetzt, gewaschen und geputzt, vorsichtig unter den Teig heben. Wer, wie ich, welche aus dem Glas verwendet, gedulde sich noch kurz.
  4. Den Backofen auf 180 °C (Umluft) vorheizen. Eine Kastenform (25 cm, geht aber auch mit größeren; dann wird der Kuchen halt flacher) einfetten und bemehlen oder mit Backpapier auslegen. Die eingeweckten, abgetropften und bemehlten Heidelbeeren jetzt auf den Teig legen. Nicht einrühren und nix. Nur drauflegen. 
  5. Das Buch macht ja keine Angabe zur Backzeit. Ich habe den Kuchen 45 Minuten drin gelassen, aber er hätte durchaus noch ein paar Minuten länger gekonnt. Stäbchenprobe hatte er da aber schon bestanden.
  6. 10 Minuten auf einem Kuchengitter in der Form auskühlen lassen, dann stürzen und auskühlen lassen.
  7. Ich habe ihn kurz vor dem Servieren mit 1 EL Puderzucker besiebt.

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezepts? Einfacher geht es nicht. Die Instruktionen waren klar, wenn auch nicht geschrieben wurde, ob man nun frische, tiefgefrorene, aufgetaute oder eingeweckte Beeren nehmen soll. Ging trotzdem gut. Die Größe der Kastenform wurde nicht angegeben. Tja, da ich nur eine habe, war das auch egal, aber sie war zu groß für den Kuchen. Daher wurde er flach. Hat trotzdem geschmeckt. Ich empfehle euch eine 25 cm lange Form. Dann sollte das mit der Optik auch hinhauen. Eine Angabe der Backzeit hätte dem Rezept nicht geschadet. Die musste ich selbst herausfinden. Da ich dann immer nervös werde und Angst bekomme, dass der Kuchen verbrennt, nehme ich ihn unter Umständen zu früh heraus. Mit Angabe der Backzeit wäre mir das nicht passiert. Aber es gibt ja die Stäbchenprobe für die ganz Unsicheren. Mein Kuchen war zwar noch ein bisschen feucht, aber dadurch sehr saftig.
Wie sieht's aus? Mit dem Puderzucker konnte man ihn ansehen.
Schmeckt's? Sehr beerig und saftig. Nicht zu süß. Ein wenig vanillig, mandelig. Die dunklere Farbe durch den Heidelbeersaft wurde von meinen Gästen für Kakaozugabe gehalten. Zitrone hat man absolut nicht mehr herausgeschmeckt. Allen Gästen hat's gemundet. Mir auch.
Würde ich es wieder machen? Durchaus. Im Buch steht, dass man statt Heidelbeeren auch Himbeeren nehmen könne. Ich liebe Himbeeren noch mehr als Heidelbeeren. Das wäre also definitiv einen Versuch wert.

Und hier mein Unterfangen in Bildern:

Frisch aus dem Ofen.
Gestürzt und gedreht.
Bestäubt.
Ein einzelnes Stück am nächsten Tag, weil ich vergaß, Bilder zu machen... Man beachte die Beeren am Boden... Ja ja, wieder alles richtig gemacht xD

Freitag, 21. Februar 2014

Produkttest: Bio Chili sin Carne, Hirse-Pfanne orientalisch & Champignons gegrillt mit Petersilie


Hallo Leute,
heute mal kein Testrezept. Nächste Woche kommen dafür sogar mal wieder zwei :) Nein, stattdessen möchte ich euch das Format "Produkttest" vorstellen. Bei meinem wöchentlichen Lebensmitteleinkauf habe ich ein paar vegane Fertigprodukte gefunden, von denen ich euch gerne berichten möchte. Ich esse normalerweise nicht oft Fertigprodukte, da ich dafür viel zu gerne koche, aber manchmal kommt es eben vor. Für die Produkttests werde ich aber immer ein paar Produkte sammeln, damit ihr auch was zu lesen habt.


Bio Chili sin Carne (von Reichenhof)

„Feuriger Topf mit Kidneybohnen, ohne Fleisch“ heißt es auf der Dose und die Zutatenliste ist fertigchilimäßig lang:

Die Inhaltsstoffe (für vergrößerte Darstellung aufs Bild klicken).
Und von vorn.

Gekauft habe ich das Chili bei tegut... für 1,59 € für 400 g. Da kann man nicht meckern.

Umsetzung und Geschmack: Ich habe das Chili auf einen Teller gegeben und in der Mikrowelle erwärmt. Dazu gab's ein Brötchen. Geschmeckt hat es mir für ein Fertigchili ganz gut, wenn es mich auch eher an Linsensuppe erinnert hat. "Feurig" war es jetzt nicht, nur leicht scharf, was für mich gut ist, da ich scharfe Sachen eh nicht mag.

Der Doseninhalt.

Fazit: Kann man kaufen. Man wird auch satt. Der Preis ist okay für eine Tellerportion. Schulnote 1 minus.


Hirse-Pfanne orientalisch (von Alnatura)

„Trockenmischung auf Basis von Hirse mit 7% Trockenfrüchten und 12,5% Gemüse, orientalischer Art (Bio)“ steht auf der Packung. Es gab auch noch andere Geschmacksrichtungen, z. B. die Bulgur-Pfanne mediterran. Nach ein paar Minuten Abwägen vor dem Regal habe ich mich aber für die orientalische Hirse-Pfanne entschieden, weil hier Spinat und Feigen drin sind und wenn ich auf was stehe, dann sind das Spinat und Früchte in meinem Essen. Gerne auch gleichzeitig. Die Pfanne gab’s auch bei tegut... für 2,65 € für ca. 900 g Fertiggericht. 

Die Verpackung von vorn.

Die Rückseite mit Zutatenliste und Zubereitungsempfehlung.

Hier seht ihr die Trockenmischung vor der Zubereitung.

Umsetzung und Geschmack: Ich habe sie so zubereitet, wie es auf der Packung steht. Das hat etwa 20 Minuten gedauert, in denen ich das gleiche Gericht auch so hätte kochen können (Gemüseschnippeln nicht mit eingerechnet). Am Ende habe ich noch einen EL Öl dazugegeben. Bereitet man die ganze Tüte zu, bekommt man zwei sehr üppige Portionen heraus. Geschmacklich ging es so. Sehr salzig und außer den Rosinen habe ich von den vielen Gemüse- und Fruchtkomponenten nicht viel herausschmecken können. Wem es auch zu salzig wird, kann etwas Natur-Sojajoghurt unterrühren. Dadurch wird es milder.

Und hier die fertige Hirsepfanne.

Fazit: Für die Menge ist der Preis okay. Ich werde es mir aber nicht noch einmal kaufen, weil es mir zu salzig war und ich eine Hirsepfanne auch schnell selbst machen kann. Aber gut, dass ich es mal ausprobiert habe. Schulnote 2 minus.


Champignons gegrillt mit Petersilie (von Finest)

Denkbar einfache Produktbeschreibung „Champignons gegrillt mit Petersilie in Rapsöl“. Dementsprechend ist auch nur das drin:

Das klingt doch richtig schön einfach, oder?

Und hier das gute Stück von vorn.

Erworben habe ich es im Norma für 1,99 €. Mit mediterranen Vorspeisen kann man mir immer eine Freude machen (hmmmm, Weinblätter) und ich bin zufällig über diese Champignons gestolpert und lechzte sofort nach ihnen. Darum mussten sie mit.

Umsetzung und Geschmack: Ich habe sie auch dann für eine Pilzsauce verwendet, da der Geschmack so aus dem Glas wirklich nicht ging. Ein bisschen sehr ölig, aber nicht nach leckerem Öl, sondern tranig. Igitt. In der Sauce war es dann doch würzig und ganz okay.

Sieht nicht so lecker aus, was?

Wird auch von Nahem nicht besser.

Fazit: Ich werde sie mir eher nicht nochmal kaufen. Der Preis ist dafür nicht der günstigste und ich hätte vom Geschmack, ehrlich gesagt, mehr erwartet. Schulnote 4.