Freitag, 10. Januar 2014

Meine Kochbücher: Donnerstag ist Veggietag

Heute wird es Zeit, dass ich euch mein Weihnachtsgeschenk aus 2013 näher vorstelle. Ich freue mich immer, wenn man mir Bücher schenkt und bei Koch- bzw. Backbüchern ist die Freude gleich doppelt so groß. Daher bekam ich von einem lieben Menschen dieses geschenkt:

Donnerstag ist Veggietag
- Genuss und Abwechslung mit vegetarischen Rezepten -

Miki Duerinck & Kristin Leybaert

Zusammen mit einem praktischen Kochbuchhalter aus Edelstahl war es das perfekte Geschenk für mich und ich freue mich noch immer darüber. Vielen, vielen Dank.

Und so sieht das gute Stück aus.

Die Kampagne "Donnerstag ist Veggietag" sollte seit der letzten Bundestagswahl hinreichend bekannt sein. Wer sich dennoch informieren möchte, schaue hier. Ich möchte an dieser Stelle keine Diskussion darüber entfachen, ob "Donnerstag ist Veggietag" das Nonplusultra ist oder nicht. Von den verschiedensten Menschen habe ich dazu die verschiedensten Meinungen gehört und auch ich habe mir eine Meinung gebildet. An meiner Uni wurde der Veggiedonnerstag getestet und ich konnte das Ergebnis beobachten. Daher weiß ich, dass es für manche ein sensibles Thema ist und möchte hier keine Grundsatzdiskussion über Wahlfreiheit oder Vegetarismus starten. Wenn ihr gerne etwas zu dem Thema sagen möchtet, könnt ihr den Artikel hier gerne kommentieren, aber auch da bitte ich euch, sachlich und nett zu bleiben. Mir geht es an dieser Stelle allein darum, euch das Kochbuch vorzustellen wie jedes andere meiner Kochbücher auch.

Und das ist drin.

Das Buch beginnt mit einem Kapitel über die Vorteile fleischfreier Tage für Mensch, Tier und Umwelt. Es ist sehr knapp gehalten, sodass manche Themen nur kurz gestreift werden, was für den Rahmen eines Kochbuches durchaus angemessen ist. Wer mehr wissen will, kann sich informieren. Obiger Link ist auch im Buch angegeben.
Danach geht es an die Rezepte, die nach Jahreszeiten gegliedert sind. Aber nicht nur das. Schaut mal her:

Rechts oben wird's interessant.

Jede Jahreszeit ist auch nach Monaten unterteilt. Für jeden Monat gibt es mal vier, mal fünf Rezepte, sodass man für jede Woche des Monats ein neues Gericht servieren kann. Dazu gibt es am Ende jedes Kapitels Rezepte für kleine Gerichte für die gesamte Jahreszeit, meist Salate, Saucen oder Beilagen für die vorgestellten monatlichen Hauptgerichte. Das nenne ich mal saisonal ;) Die monatliche Aufteilung gefällt mir so gut, dass ich sie auch für meine Testgerichte übernehme und ein Gericht pro Monat nachkochen werde. Von dem Projekt habt ihr also das ganze Jahr etwas :)
Die Gerichte sind größtenteils vegetarisch, aber das Buch markiert veganisierbare Rezepte (und das sind ganz schön viele; nicht-veganisierbare Rezepte sind deutlich in der Minderheit). In der Zutatenliste wird bei tierischen Lebensmitteln auch angegeben, durch welche pflanzlichen Alternativen sie sich ersetzen lassen. Die Zutatenlisten selbst sind übersichtlich und die benötigten Zutaten wenig ausgefallen. Alles kann man im gut sortierten Supermarkt bekommen. Die Anleitungen sind kurz und leicht verständlich formuliert und zu jedem Gericht werden passende Beilagen empfohlen. Letzteres ist ein Service, den ich sehr hoch schätze, und den mehr Kochbücher anbieten sollten.
Die Vielfalt der Gerichte ist ausreichend. Es erstreckt sich über alle Raffinesse-Grade von Frikadellen über Kokoseintopf bis hin zu Gebratenem Seitan an Rotweinsauce und Pastinakenkrapfen. Alles Gerichte, die sich gut als Mittag- oder Abendessen eignen. Leider gibt es kein einziges süßes Rezept (Dessert, Kuchen etc.), was ich ein bisschen schade finde, da ich auch gerne mal was Süßes esse. Aber sei's drum. Es ist ja ein Koch- und kein Backbuch.
Nach den Gerichten folgt ein kurzer Abschnitt mit Vorschlägen zu veganen jahreszeitlichen Buffets oder Menüfolgen. Es sind Zusammenstellungen aus den im Buch vorgestellten Haupt- und Bei-Gerichten. Eine Angabe der Portionsgrößen wäre schön gewesen, damit man abschätzen kann, für wie viele Personen das Menü oder das Büffet reicht, auch wenn man das Gericht noch nicht gekocht hat. Leider fehlen auch bei den Rezepten selbst die Portionsgrößen. Von den Gerichten, die ich bisher nachgekocht habe, kann ich abschätzen, dass sie für vier Personen bzw. Portionen konzipiert sind.
Im letzten Abschnitt des Buches, dem "Vorratsschrank", wird eine Fülle pflanzlicher Lebensmittel vorgestellt. Verschiedene Gemüse, Kräuter, Pilze, Sojaprodukte, und, und, und werden benannt und voneinander unterschieden. Außerdem wird eine Hilfestellung gegeben, welche Nahrungsmittel man bei pflanzlicher Ernährung auf Vorrat zu Hause haben sollte, weil sie oft gebraucht werden. Das Buch schließt dann mit einem jahreszeitlichen und einem alphabetischen Register ab. 

Von der Aufmachung her gefällt mir das Buch so gut, dass ich ihm die Schulnote 1 mit mikroskopischem Minus geben möchte. Abzug gibt's eigentlich nur wegen der fehlenden Portionsangaben. Ansonsten ist es ein schönes, übersichtliches Kochbuch, das besonders für vegetarisch-vegane Anfänger und Interessierte gut geeignet scheint. Aber auch alte Hasen können mit dem Veggietag-Kochbuch viel Freude haben. Wie groß diese Freude ist, werde ich natürlich wieder an mir testen. Dem Buch entsprechend in den jeweiligen Monaten. Hier sind die Testgerichte, die ich mir ausgesucht habe:

Januar - Wildeintopf
Frühling - Vegane Mayonnaise
Mai - Spinattimbales mit Räuchertofu-Füllung
Juni - Knuspriger Auflauf mit Spinat, Tofu und Zucchini
Sommer -Rucola-Reis-Salat
Juli - Schnelle asiatische Woknudeln mit Kokosmilch und Tofu
August - Gefüllte Paprikaschoten
September - Lasagne mit Spinat und Fenchel-Safran-Sauce
Herbst - Toast mit Champignons
Oktober - Blätterteigtörtchen mit Aubergine, sonnengetrockneten Tomaten und Oliven
November - Goldene Kürbiskugeln  mit Ingwer und Zitrone
Dezember - Ofenauflauf mit Champignons, Lauch und Karottenpüree

Erinnert ein bisschen an die Jahresuhr von Rolf Zuckowski ;) Fazit kommt wie immer am Ende aller Testgerichte, also im Dezember 2014.

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