Freitag, 10. Januar 2014

Testrezept: Wildeintopf

Es ist Januar und hier kommt das Januar-Testrezept aus dem Kochbuch "Donnerstag ist Veggietag".

WILDEINTOPF

Zubereitungszeit: 45 Minuten

Zutaten für 4 Portionen:

50 g getrocknete oder 100 g frische Steinpilze (bei mir: 200 g Mischpilze)
300 g Wildpilze oder Champignons (bei mir: 300 g Champignons)
250 g Schalotten (entspricht etwa 4 mittelgroßen Schalotten)
Öl
1/2 Flasche Pilsner
4 TL Aceto balsamico
250 g Seitan (habe ich weggelassen, da mein Magen und Seitan zur Zeit auf Kriegsfuß miteinander stehen)
100 g Räuchertofu (dafür hier bei mir 200 g)
2 EL Zucker
Pfeffer, Salz
1 TL Maisstärke (hat bei mir nicht gereicht, aber dazu gleich mehr)

Vorgeschlagene Beilagen: Pommes frites, Apfelmus, Preiselbeeren oder Bratapfel. Ich habe mich für die Pommes entschieden, weil unkompliziert.

Zubereitung:
  1. Getrocknete Pilze nach Packungsanweisung einweichen lassen (Pilze aus dem Glas abgießen und abtropfen lassen). Frische Pilze waschen, putzen und nach Gefallen halbieren oder vierteln. Die Schalotten schälen und in dünne Ringe schneiden.
  2. Die Schalottenringe in 1 EL Öl dünsten, bis sie glasig sind. Den Backofen auf 190°C (Umluft) vorheizen (für die Pommes frites).
  3. Dann die Champignons zu den Schalotten geben und mit dem Pilsner und dem Aceto balsamico ablöschen. Alles bei geringer Hitze 5 Minuten köcheln lassen. Der Alkohol verdunstet dabei. 
  4. In der Zwischenzeit die Pommes frites in den Backofen schieben (wenn ihr Ofen-Pommes gekauft habt).
  5. Den Seitan und den Räuchertofu würfeln und anschließend mit den übrigen Pilzen zu den bereits köchelnden Pilzen geben. 300 ml Wasser angießen (die Hälfte reicht; bei mir wurde es am Ende sehr flüssig, sodass ich 3 TL Maisstärke brauchte, um alles zu binden). Ordentlich salzen und pfeffern und dann 10 Minuten zugedeckt garen lassen. Bei Bedarf Wasser nachgießen (war bei mir nicht nötig). 
  6. Die Wartezeit eignet sich gut, um nach den Ofen-Pommes zu schauen oder, falls ihr Frittier-Pommes gekauft habt, diese in der Fritteuse zuzubereiten.
  7. Den Wildeintopf schließlich mit Maisstärke binden (vorher die Stärke in eine Tasse füllen und mit etwas Wasser verrühren, damit nichts klumpt; dann unter Rühren in den Wildeintopf geben und weiterrühren, bis er eindickt). 

Wie zufrieden bin ich mit der Umsetzbarkeit des Rezeptes? Sehr zufrieden. Die Anweisungen waren klar und präzise, sodass man nichts falsch machen kann. Schade nur, dass es bei mir eher eine Supper wurde, weil viel zu viel Flüssigkeit. Aber durch das Abbinden mit der Stärke wurde es doch noch sämig. Die Zubereitung ging auch schneller als gedacht (ca. 20 Minuten Schnippeln eingerechnet).
Wie sieht's aus? Ganz okay. Durch die Maisstärke etwas glibberig. Das kennt man ja. Aber der Geruch. Hmmmm, der Geruch. Soooo lecker!

Herr Mizu stellte freimütig seine Portion zu Dokumentationszwecken zur Verfügung.

Schmeckt's? Süßlicher als ich gedacht hätte, aber unglaublich lecker. Die Bitterkeit vom Bier ist nicht zu spüren. Herr Mizu war auch sehr begeistert. Ein super Abendessen. Und die Pommes haben gut dazu gepasst.
Würde ich es wieder machen? Auf jeden Fall. Das nächste Mal reduziere ich die Flüssigkeit um die Hälfte. Den Wildeintopf wird's definitiv jetzt öfter bei uns geben.

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